Wie wird eine iGaming-Gesellschaft in Zypern besteuert?
Eine Zypern-Gesellschaft zahlt eine nominale Körperschaftsteuer von 15% (ab 1. Januar 2026, in Anlehnung an die globale Mindeststeuer nach OECD Pillar Two). Einkünfte aus qualifiziertem Software-IP werden unter der IP Box mit etwa 3% effektiv besteuert. Auf Gewinne, die an gebietsfremde Eigentümer ausgezahlt werden, fällt in der Regel keine Quellensteuer an, und Wett- und Glücksspieldienstleistungen sind grundsätzlich von VAT befreit. Wichtig: Die Glücksspielsteuer wird in der ausländischen Lizenzjurisdiktion gezahlt – nicht in Zypern.
Was ist die Zypern IP Box und gilt sie für iGaming?
Die IP Box ist ein Regime, das Einkünfte aus qualifiziertem geistigem Eigentum zu einem deutlich niedrigeren effektiven Satz besteuert. Sie gilt für iGaming, sofern die Software qualifiziert: urheberrechtlich geschützte Computersoftware – etwa Ihre Plattform oder Spiel-Engine – kann qualifizieren, sofern sie durch echte Forschung und Entwicklung geschaffen wurde (der modifizierte Nexus-Ansatz). Marken, Markennamen und Marketing-Immaterialgüter qualifizieren nicht.
Wie der ~3% effektive Satz zustande kommt
Die IP Box gewährt einen fiktiven Abzug von 80% auf qualifizierten IP-Gewinn. Nur die verbleibenden 20% werden mit dem nominalen Satz von 15% besteuert:
- 100% qualifizierter IP-Gewinn → 80% abgezogen → 20% steuerpflichtig
- 20% steuerpflichtig × 15% Körperschaftsteuer = ~3% effektiv
In der Praxis hängt der Satz vom F&E-Nexus-Bruch und Ihrer Kostenbasis ab, daher behandeln Sie ~3% als den indikativen effektiven Satz auf qualifizierte Einkünfte, der im Einzelfall bestätigt wird.
Möchten Sie speziell eine Lizenz mit Sitz in Zypern? Lesen Sie, ob Sie eine Online-Casino- oder Wettlizenz in Zypern erhalten können.